Die Bikekitchen auf dem Sommerfest der Ballonfabrik


Wir sind am Samstag beim Sommerfest der Ballonfabrik mit dabei. Wir werden Freakbikes im Gepäck haben, die man ausprobieren kann. Ein Übungs-Tallbike, ein Swingbike, ein Bike mit invertierter Lenkung und noch ein paar mehr.

Das Programm des Sommerfests:
SA 28.06.2014, 14:00 SOMMERFEST in der Ballonfabrik
LIVE: Attila Tapolczai (Songwriter)
BIKEKITCHEN-WORKSHOP
KICKERTURNIER
TORWAND
VEGANES ESSEN
KREATIVSTÄNDE

sommerfest ballonfabrik

Radlnacht 2014 – ein toller Ausflug


Es war ein sehr gelungener Bikekitchen Ausflug. Wir waren mit sechs Tallbikes, einem Lastenrad und sieben normalen Rädern bei der Radlnacht in München. Aus München sind noch 4 Tallbikes dazu gestoßen, wovon eins bei einem Tallbike-Workshop in Augsburg gebaut wurde.

Vor der Veranstaltung waren noch an der Isar beim schwimmen, hatten zwei Platten und mega viel Spaß.

Nach offiziellen Angaben waren es dieses Jahr über 10000 Radler. Das ist gegenüber letztes Jahr (8000 Radler) nochmal eine Steigerung.

Die Strecke der Radlnacht war über 12km lang und die Ersten haben am Ziel die Letzten nur um eine knappe Minute verpasst…da muss wohl für nächstes Jahr eine längere Strecke geplant werden damit es keine Auffahrunfälle gibt 🙂

Am Ende der Radlnacht gabs noch ein kleines Schmankerl für uns…wir durften die Lasteradbühne fahren…bzw.drei von uns, der Rest stand jubelnd auf der Ladefläche.

Auf den Fotos erkennt man sehr gut dass es durchaus mit Herausforderungen verbunden ist mit sechs Tallbikes in einer großen Stadt wie München unterwegs zu sein. Da kommt es schonmal vor dass zu wenig Ampelmasten in der Nähe sind an denen man sich bei roten Ampeln festhalten kann…wer will schon bei jeder Kreuzung absteigen?

Hier noch ein kurzes Video wie die Radlnacht durch den Altstadtring-Tunnel fährt:

Und hier die unzähligen Fotos und von unserem fahrendem Fotografen direkt aus dem Sattel geschossen wurden…viel Spaß beim gucken!

 

Nachgefragt: Klapprad-Mitnahme in Augsburger Straßenbahnen und Bussen


Seit 5. Juni 2014 ist die Mitnahme von Falträdern in Augsburger Straßenbahnen und Bussen erlaubt und kostenfrei möglich.

Pressemitteilung: http://www.sw-augsburg.de/ueber_uns/pressemitteilungen_8535.php

Flyer: http://www.sw-augsburg.de/downloads/6316_SWA_V_Folder_Faltrad_V08_Freigabe.pdf

In beiden Publikationen kann der Eindruck entstehen, das Angebot beziehe sich nur auf das von den Stadtwerken beworbene Faltrad, das man extra kaufen muss. („swa Faltrad“, Marke TERN, 699 Euro).

Wir haben bei den Stadtwerken nachgefragt und folgende Antwort bekommen:

„Diese neue Regelung ist gültig für alle zum Gepäckstück zusammengefalteten Falträder, bis zu einer Reifengröße von 20“.

Wir haben ein Foto eines 70er-Jahre-Klapprads zurückgeschickt und nachgefragt, ob auch dieses Modell (meistens nicht als Falt-, sondern als Klapprad bezeichnet) unter die Regelung fallen würde.

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Die Antwort:

Es ist gestattet, Falträder in unseren Bussen und Bahnen mitzuführen. Voraussetzung hierfür ist:

  • Die Größe der Räder darf 20 Zoll nicht überschreiten.
  • Falträder müssen zusammengeklappt sein.
  • Falträder sind von den Fahrgästen so unterzubringen und zu beaufsichtigen, dass die Sicherheit und Ordnung des Betriebes nicht gefährdet wird und andere Fahrgäste nicht belästigt werden.
  • Das Faltrad ist im zusammengeklappten Zustand ein Gepäckstück (§ 11 der Beförderungsbedingungen). Die Beförderung erfolgt unentgeltlich.

Die Marke und die Farbe spielen keine Rolle.

Wir interpretieren das als ein JA.

 

 

Visual LSD


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Dieses Arrangement nennen wir Visual LSD. Wir haben es nicht entwickelt, sondern nur nachgebaut. Man setzt sich mit GESCHLOSSENEN Augen vor den Schlitz, während von hinten der Baustrahler auf bzw. durch das Laufrad scheint. Die abgeklebten Speichensegmente sorgen für einen stroboskopischen Effekt. Abhängig von der Geschwindigkeit, mit der das Laufrad angetrieben wird, erscheinen dem Betrachter nun drehende Kreise, meistens rot und blau, in verschiedenen Größen. Durch Drehzahlveränderungen entstehen interessante Muster.

Das Video zeigt nur den stroboskopischen Effekt, nicht die daraus entstehenden Projektionen.

Zwei neue Tallbikes und ein Crash (Video)


In der letzten Woche sind in der Bikekitchen zwei neue Tallbikes entstanden. Ein Kindertallbike und ein Lastentallbike (im Rohbau).

Bei einer Probefahrt mit unserem Tandemtallbike kam es zu einem Sturz, der zufällig auf Video festgehalten wurde. Wir wurden beim Aufsteigen zu langsam, beim Lostreten war der Hintermann mit dem rechten Fuß noch nicht richtig auf dem Pedal. Sonst hätte die gemeinsame Beschleunigung gereicht, um das Tandem wieder zu stabilisieren. Beim zweiten Versuch hat es dann geklappt.

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Vandalismusschaden am „Frankenstein“


Ein Teil unserer Fahrräder steht auf einem Grünstreifen an einer Wohn-/Nebenstraße. Am Samstagmorgen zeigten mehrere Fahrräder Spuren von Vandalismus. Ein verbogener Gepäckträger, eine beschädigte Verkleidung und am schlimmsten das verbogene Long-John-Lastenrad. Der/die Deppen müssen auf der Ladefläche Trampolin gesprungen sein. Da der Hinterbau am Laternenmast lehnte, verzog er sich deutlich.

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Das einzig Gute: sie haben die Schwachstelle hervorgebracht, die durch eine Überladung entsteht: der Knick vom Sattelrohr zum oberen Schwanenhalsrohr. Den haben wir verstärkt. Zuvor haben wir den Rahmen aufgebockt, eine Stahlstange in der Sattelroh gesteckt und mit vereinten Kräften den Rahmen wieder ausgerichtet. Fazit: besser als vorher. Jetzt werden wir noch die anderen Räder checken, ob wir keinen Schaden übersehen haben. Denn der kann zum Beispiel bei einem Tallbike schlimme Folgen haben.

Besuch von Zozo (Michael) von der Bikekitchen Bratislava


Am Freitag hat uns überraschend und spontan Zozo (gesprochen SchoScho) besucht. Er ist aus Bratislava und mit dem Fahrrad auf einer zweimonatigen Reise nach Portugal unterwegs. Er war am Vortag in der Bikekitchen München zu Gast und hat dort von uns erfahren. Seine Surfambitionen hat er am Münchner Eisbach ausprobiert, was ihm vier Stiche am aufgeschlagenen Kinn eingebracht hat.

Zozo ist in der Bikekitchen Bratislava aktiv, die über Kontakte zur Bikekitchen Wien in das europäische Bikekitchen-Netztwerk eingebunden ist. Zozo hat unsere Werkstatt und unsere Herangehensweise kennengelernt. Im Austausch mit anderen Selbsthilfewerkstätten erfährt man, dass viele Themen die gleichen sind, z.B. der Umgang mit den unterschiedlichsten Gästen, die Finanzierung oder das Raumthema. Die Bratislava-BK arbeitete mietfrei in zwei ausrangierten Schiffs-Containern, deren Besitzer plötzlich 500 Euro pro Monat forderte. Sie sind also derzeit mit der Schließung konfrontiert und haben eine ungewisse Zukunft.

Am Samstag haben wir zusammen einen Vandalismusschaden an unserem Lastenradeigenbau behoben, unblutig. Zozo hat sich kurzerhand eine Schutzschürze selbst gebastelt, denn auf so einer Tour hat man keine Arbeitskleidung dabei. Er kann schweißen und hat uns einen Mini-Kronleuchter gebastelt. Am Abend haben wir die Geburtstagfeier des OpenLab besucht, für deren Themen er sich ebenfalls interessiert. Dort haben wir weitere Erfahrungen und Inspirationen geteilt. Am Sonntag ist er nach Ravensburg gestartet, eine 150 Kilometer-Tagesetappe. Wer ihm folgen möchte, kann das unter facebook.com/zozoontheroad tun.

Bilder und Video:

Fahrräder, die wir gegen Spende abgeben


Wir bekommen ab und zu Fahrräder gespendet. Als Ausschlachtobjekte für den Gebrauchtteilefundus oder mit der Chance, sie noch einmal herzurichten. Für beides sind wir sehr dankbar. Die Gebrauchtteile kommen den Gästen zugute, für die sich Neuteile nicht mehr rechnen. Wir geben sie denen, die bei uns schrauben, gegen Spende ab, nicht zum Mitnehmen. Die hergerichteten Fahrräder kommen der Bikekitchen zugute, weil wir mit dem Erlös aus den Spenden einen Teil der Bikekitchen finanzieren können.

Zur Zeit gegeben wir ein paar Räder (siehe Bilder) gegen angemessene Spende ab. Am Donnerstag ab 18.00 Uhr haben wir wieder geöffnet.

Fahrradflohmarkt mit der Bikekitchen


Der ADFC Augsburg veranstaltet am Samstag eine Gebrauchtradbörse mit Flohmarkt rund ums Fahrrad. Wir sind mit dabei und verkaufen ca. 10 Fahrräder in allen Preisklassen. Wir haben ein 50 Euro-Fixie im Angebot und ein 26-Zoll-Rennrad für 260 Euro und vieles dazwischen, zum Beispiel zwei Mountainbikes und verschiedene Damenräder.

Wann? Samstag, 10. Mai 2014 von 9:30 Uhr bis 11 Uhr

Wo? auf dem Parkplatz des Landratsamtes, Prinzregentenplatz 4 in Augsburg

fahrradflohmarkt

Die Detailinfos:

Sie haben ein gebrauchtes Fahrrad zu verkaufen?

Sie haben noch Ersatzteile von alten Fahrrädern oder nie montiertes Zubehör und wollen es nicht mehr verwenden?

Wir bieten den Platz dafür.

Sie suchen ein gut erhaltenes Rad? Vielleicht ist etwas Passendes dabei.

Sie wollen Ihr Rad einzigartig oder nur chic machen? Vielleicht werden Sie bei den Flohmarktangeboten fündig.

Ihr Fahrrad braucht eine kleinere Reparatur? Unsere mobile Selbsthilfe-Reparatur-Werkstatt „Bikekitchen Augsburg“ unterstützt Sie. Kleine Geldspenden sind willkommen.

An unserem Infostand finden Sie zahlreiche Broschüren mit Tipps rund ums Fahrrad, solide technische Beratung (ohne Haftung) und Ideen für die nächste Radtour in und um Augsburg und Umgebung.

Es wird keine Standgebühr erhoben. Jeder kann ohne Anmeldung kaufen oder verkaufen. Gewerbliche Händler sind ausgeschlossen!

Hinweise für Verkäufer von Fahrrädern: Bitte bringen Sie zum Kaufen und Verkaufen von Fahrrädern Ihren Personalausweis und den Eigentumsnachweis mit.

Als Vermittlungsprovision erbittet der ADFC Augsburg 10 % des Verkaufspreises als angemessene Spende.

Drei Jahre Bikekitchen


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Die Bikekitchen Augsburg ist drei Jahre alt geworden. Ein Facebook-Freund hat uns kürzlich kritisiert und das damit begründet, er möchte uns einen Spiegel vorhalten, damit wir unser Tun reflektieren. In den drei Jahren Bikekitchen habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir uns ständig hinterfragen und erneuern. Sonst hätten wir es gar nicht so lange geschafft.

Die erste Zeit war vom Aufbau geprägt, von der Beschaffung der Ausstattung, vom Lernen mit dem Umgang mit Gästen. In der nächsten Phase haben wir viel darin investiert, auf uns aufmerksam zu machen. Als die Gäste regelmäßig und zahlreich kamen, offenbarten sich Spannungen mit unserem Dachverein, dem ADFC Kreisverband Augsburg, denn wir haben die Räume immer weiter in Beschlag genommen. Wir waren gezwungen, stark auf Ordnung und ständiges Aufräumen, Umsortieren und Optimieren zu achten. Mit vielen Gesprächen haben wir immer wieder zusammengefunden.

Als noch mehr Gäste kamen, haben wir den öffentlichen Raum vor unserer Türe genutzt, um überhaupt zurecht zu kommen. Als uns das von der Stadt wegen der Klagen eines Nachbarn verboten wurde, haben wir erneut umdenken und umplanen müssen. Diese Zeit war geprägt von der – erfolglosen – Raumsuche und nochmaligem Optimieren der Räume, um ein paar Quadratmeter herauszuquetschen. Zuletzt hat unsere neue Vermieterin die Lagerräume im Keller inspiziert und einige Änderungswünsche geäußert. Dies bedeutete für uns erneut viele Extra-Abende, die wir mit Ausmisten, Ausschlachten und Umsortieren verbrachten, mitten in der Hauptsaison.

In der letzten Zeit haben wir uns politisch mehr engagiert und stärker in Augsburg vernetzt. Wir haben uns bei der Auftaktveranstaltung zur „Fahrradstadt 2020“ geäußert und an einem städtischen Abteilungsleiter-Treffen zum Thema Winterdienst für Radfahrer teilgenommen. Wir haben die Polit-WG unterstützt, damit sie an der Stadtratswahl teilnehmen konnte. Wir haben uns an der Freiraum-Demo beteiligt und zusammen mit anderen Initiativen auf unsere Belange aufmerksam gemacht.

Wir haben uns klar gegen die AfD positioniert. Deren Vorsitzender und seine Stellvertreter versuchten mit einigen alternativen Projekten Kontakt aufzunehmen und sich als Gesprächspartner anzubieten. Wir haben das – wie die anderen Projekte auch – abgelehnt, und zwar einstimmig und grundsätzlich.

In den letzten drei Jahren haben wir viele Eigenbauten auf die Räder gebracht. Wir werden dabei immer erfahrener und schneller. Die Komplexität und Größe der Projekte nimmt zu. Wir haben zusammen mit der Bikekitchen München für die dortigen Aktiven bei uns ein Tallbike gebaut. Mit unseren Freakbikes besuchen wir regelmäßig Veranstaltungen und sorgen für gute Stimmung und Eindrücke vom Fahrradfahren, die über den städtischen Verkehr und das Freizeitradeln hinausgehen. Wir bringen unser Verständnis von Fahrradkultur nach Augsburg.

Wir sind offen für den Besuch von Flüchtlingen, die bei uns ihre Fahrräder reparieren können. Zeitgleich unterstützen wir das Projekt VOLLDABEI, das sich speziell um Fahrräder für Flüchtlinge kümmert, zur Zeit in der schlimmen Gemeinschaftsunterkunft Calmbergstraße. Im letzten Sommer haben wir gemeinsam mit VOLLDABEI das erste Augsburger Fahrradcamp durchgeführt. Dort haben wir im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl unsere Freundschaft mit dem Bristol Bike Projekt besiegelt.

Seit einem halben Jahr öffnen wir ab und zu auch am Montag, nach spezieller Ankündigung. Die Arbeiten im Hintergrund, um die Werkstatt regulär öffnen zu können, nehmen zu. Wir bitten die Menschen um Unterstützung, in dem sie uns zwei Stunden ihrer Zeit schenken und dafür im Anschluss die Werkstatt mit etwas mehr Platz als sonst nutzen können.

In diesem Jahr sind außerdem einige neue regelmäßige Mitmacher und Mitmacherinnen dazugekommen, die das Bikekitchen-Team vergrößern und den Spaßfaktor erhöhen. Wir haben vor Kurzem ein regelmäßiges Plenum eingeführt, um Entscheidungen auf einer breiteren Basis zu treffen. Dazu gehören verstärkt politische Diskussionen.

Die Spendeneinnahmen sind in 2013 wieder gestiegen, weil die Gästezahl steigt. Die Ausgaben folgen diesem Trend, wir setzen das Geld für die Verbesserung und Erneuerung der Werkstattausstattung ein.

Wir werden die Bikekitchen wie gewohnt fortführen, bleiben aber gedanklich flexibel und politisch aktiv, um für unkommerzielle Projekte bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Es geht uns nicht nur um uns selbst, wir wollen Augsburg ein Stück weit mit verändern. Wir können uns eine Zukunft an einem anderen Standort mit mehr Freifläche gut vorstellen, sehr gerne auch gemeinsam mit vergleichbaren Projekten. Diese Zukunftsperspektive werden wir im Auge behalten und verfolgen.

Vielen Dank an Euch alle, für eure Besuche in der Bikekitchen, für Geld- und Materialspenden, für Weiterempfehlungen, für die gute Laune, die Ihr mitbringt und für alle schönen Begegnungen rund ums das Fahrradfahren.

geschrieben von Stefan, Bikekitchen