Großer Frühjahrsputz


Pünktlich zum Frühlingsbeginn wurden am Donnerstagabend viele Fahrräder einer Inspektion unterzogen, um in die neue Saison durchzustarten. Zum ersten Mal dieses Jahres waren so viele von Euch da, dass wir auch außerhalb unser Räumlichkeiten schraubten. Dank bestem Wetter, kein Problem! Unser Stamm-Team war beinahe komplett versammelt. Max, Mario, Martin und Roland halfen Reifen zu flicken, Schaltungen einzustellen und bei der Ersetzung von gebrochenen Speichen. Bis spät in die Nacht wurde dann noch aufgeräumt und ausgemistet, denn Ordnung muss sein!
Wir freuen uns euch auch in der nächsten Woche begrüßen zu dürfen und euch bei euren Rad-Projekte zu helfen.

 

Die Bikekitchen auf dem Sommerfest der Ballonfabrik


Wir sind am Samstag beim Sommerfest der Ballonfabrik mit dabei. Wir werden Freakbikes im Gepäck haben, die man ausprobieren kann. Ein Übungs-Tallbike, ein Swingbike, ein Bike mit invertierter Lenkung und noch ein paar mehr.

Das Programm des Sommerfests:
SA 28.06.2014, 14:00 SOMMERFEST in der Ballonfabrik
LIVE: Attila Tapolczai (Songwriter)
BIKEKITCHEN-WORKSHOP
KICKERTURNIER
TORWAND
VEGANES ESSEN
KREATIVSTÄNDE

sommerfest ballonfabrik

Radlnacht 2014 – ein toller Ausflug


Es war ein sehr gelungener Bikekitchen Ausflug. Wir waren mit sechs Tallbikes, einem Lastenrad und sieben normalen Rädern bei der Radlnacht in München. Aus München sind noch 4 Tallbikes dazu gestoßen, wovon eins bei einem Tallbike-Workshop in Augsburg gebaut wurde.

Vor der Veranstaltung waren noch an der Isar beim schwimmen, hatten zwei Platten und mega viel Spaß.

Nach offiziellen Angaben waren es dieses Jahr über 10000 Radler. Das ist gegenüber letztes Jahr (8000 Radler) nochmal eine Steigerung.

Die Strecke der Radlnacht war über 12km lang und die Ersten haben am Ziel die Letzten nur um eine knappe Minute verpasst…da muss wohl für nächstes Jahr eine längere Strecke geplant werden damit es keine Auffahrunfälle gibt 🙂

Am Ende der Radlnacht gabs noch ein kleines Schmankerl für uns…wir durften die Lasteradbühne fahren…bzw.drei von uns, der Rest stand jubelnd auf der Ladefläche.

Auf den Fotos erkennt man sehr gut dass es durchaus mit Herausforderungen verbunden ist mit sechs Tallbikes in einer großen Stadt wie München unterwegs zu sein. Da kommt es schonmal vor dass zu wenig Ampelmasten in der Nähe sind an denen man sich bei roten Ampeln festhalten kann…wer will schon bei jeder Kreuzung absteigen?

Hier noch ein kurzes Video wie die Radlnacht durch den Altstadtring-Tunnel fährt:

Und hier die unzähligen Fotos und von unserem fahrendem Fotografen direkt aus dem Sattel geschossen wurden…viel Spaß beim gucken!

 

Besuch von Zozo (Michael) von der Bikekitchen Bratislava


Am Freitag hat uns überraschend und spontan Zozo (gesprochen SchoScho) besucht. Er ist aus Bratislava und mit dem Fahrrad auf einer zweimonatigen Reise nach Portugal unterwegs. Er war am Vortag in der Bikekitchen München zu Gast und hat dort von uns erfahren. Seine Surfambitionen hat er am Münchner Eisbach ausprobiert, was ihm vier Stiche am aufgeschlagenen Kinn eingebracht hat.

Zozo ist in der Bikekitchen Bratislava aktiv, die über Kontakte zur Bikekitchen Wien in das europäische Bikekitchen-Netztwerk eingebunden ist. Zozo hat unsere Werkstatt und unsere Herangehensweise kennengelernt. Im Austausch mit anderen Selbsthilfewerkstätten erfährt man, dass viele Themen die gleichen sind, z.B. der Umgang mit den unterschiedlichsten Gästen, die Finanzierung oder das Raumthema. Die Bratislava-BK arbeitete mietfrei in zwei ausrangierten Schiffs-Containern, deren Besitzer plötzlich 500 Euro pro Monat forderte. Sie sind also derzeit mit der Schließung konfrontiert und haben eine ungewisse Zukunft.

Am Samstag haben wir zusammen einen Vandalismusschaden an unserem Lastenradeigenbau behoben, unblutig. Zozo hat sich kurzerhand eine Schutzschürze selbst gebastelt, denn auf so einer Tour hat man keine Arbeitskleidung dabei. Er kann schweißen und hat uns einen Mini-Kronleuchter gebastelt. Am Abend haben wir die Geburtstagfeier des OpenLab besucht, für deren Themen er sich ebenfalls interessiert. Dort haben wir weitere Erfahrungen und Inspirationen geteilt. Am Sonntag ist er nach Ravensburg gestartet, eine 150 Kilometer-Tagesetappe. Wer ihm folgen möchte, kann das unter facebook.com/zozoontheroad tun.

Bilder und Video:

Eindrücke vom Radlbazar am Samstag


Wir waren letzten Samstag mit einigen unserer Freakbikes beim Radlbazar im Abbé Pierre Zentrum zu Besuch.

Alle Besucher konnten die lustigen Räder probefahren und hatten viel Spaß beim testen.

Der Transport der Räder war ein tolles Erlebnis für uns und hat wieder einmal bewiesen dass man in der Stadt super ohne Auto auskommt . Wir haben zu zweit NEUN Fahrräder zum Radlbazar transportiert! Wenn man dann auf dem Parkplatz beobachten kann, wie Gäste verzweifelt versuchen ihr frisch gekauftes Rad in ihre Familienkutsche zu bekommen, fängt man schonmal an zu schmuntzeln 🙂

Aber seht selbst, wir waren fleißig am Fotografieren:

Wer den Radlbazar verpasst hat, am 10.05.2014 ist schon der nächste. Diesmal am Prinzregentenplatz und vom ADFC Augsburg veranstaltet. Wir haben bald nähere Infos für euch.

CARFreiTag – Anders handeln am 11. April 2014


car frei tag

Unter dem Motto „CARFreiTag – Anders handeln am 11. April 2014“ findet an der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Augsburg am Freitag ein Aktionstag statt. Für die Schüler und Schülerinnen werden die unterschiedlichsten Workshops angeboten. Wir sind mit unseren Freakbikes dabei, zum dritten Mal in Folge.

Der Parkplatz für Schüler_innen und Lehrer_innen ist am CarFreiTag gesperrt. Um dort zu parken, müssen sie dafür zahlen. Bei diesem “Emissionshandel” geht es um Naturalien (Kuchen usw.) oder Geld. Dafür bekommen die Autofahrer_innen eine Tagesparklizenz. Die FOS/BOS Augsburg zieht das durch – auch gegen den Willen vieler Autopendler_innen.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Wir und andere Augsburger Initiativen sind für das Rahmenprogramm eingeladen.

Bilder vom letzten Jahr:

Die Bikekitchen, der Radwege-Winterdienst und eine besondere Einladung


winter augsburg fahrrad

Bürgerbeteiligung

Ein Erlebnisbericht von Stefan von der Bikekitchen Augsburg

Ich wurde zu einer internen städtischen Sitzung eingeladen. Hier erfahrt Ihr, was ich dabei erlebt habe.

(auch als PDF verfügbar: Erlebnisbericht)

Die wichtigen Stellen habe ich unterstrichen, weil es viel Text ist, den nicht jede/r ganz lesen mag. Eilige Leser*innen könne zur Überschrift „Welche Rolle spielt der ADFC?“ springen und ab da lesen, das spart trockene Fakten aus und führt zu den Meinungen und Prognosen.

26.2.2014

Die Geschichte beginnt mit der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Fahrradstadt 2020“ im goldenen Saal (3. Februar). Jeder Bürger darf ans Mikrofon. Ich spreche als Erster und weise unter anderem darauf hin, dass der städtische Winterdienst bezüglich Schnee und Eis auf Radwegen besser werden müsse. Beifall brandet auf. Der Redakteur der Augsburger Allgemeinen, Marcus Bürzle, greift diese deutliche Reaktion des Publikums auf und erwähnt mich namentlich in seinem Artikel zur Veranstaltung.

Diesen Artikel liest Rainer Schaal, Augsburgs Umwelt- und Ordnungsreferent. Er ist verantwortlich für den AWS, den Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg. Dieser führt den Winterdienst aus. Herr Schaal sieht Handlungsbedarf und bittet alle Personen, die mit dem Winterdienst direkt und indirekt zu tun haben, zu einem Gespräch in sein Büro. Außerdem lädt er mich ein. Ich bin positiv überrascht und sage zu.

Zusammenfassung

Die Teilnehmerliste:

Umwelt- und Ordnungsreferent Rainer Schaal

Abfallwirtschafts- und Stadtreinigung AWS:

  • Betriebsleiter, Herr Holder
  • Fachbereichsleiter Technischer Dienst, Herr Mayr
  • Abteilungsleiter Winterdienst und Straßenreinigung , Herr Stegmann

Tiefbauamt:

  • Leiter gesamt, Herr Weber
  • Leiter Straßenbau, Herr Lippert
  • Fahrradbeauftragter, Herr Hertha

ADFC Kreisverband Augsburg, Herr Korda

Bikekitchen Augsburg, Herr Sohnle (ich)

Der Gesprächseinstieg:

Herr Schaal eröffnet die Runde mit dem Zeitungsartikel der AZ, speziell den Textteil „Winterdienst: Was überraschend klingt, scheint die Radler schwer zu stören. Als Stefan Sohnle (Bikekitchen) Schnee und Eis auf Radwegen beklagte, brandete Applaus auf. “

Als Chef der AWS äußert er sich besorgt um das Image des Betriebs. Der Artikel ist mit „Gefahrenstellen für Radler sollen schnell verschwinden“ betitelt, es soll nicht der Eindruck entstehen, die Stadt unternehme nichts dagegen.

Er weist darauf hin, dass Augsburg im Städtevergleich gut dastehe mit seinen Winterdienst-Aktivitäten.

Die diskutierten Details:

Ich habe mitgeschrieben und gebe alles so wieder, wie ich es verstanden habe. Eine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht geben.

Wer ist bei der Stadt für den Winterdienst verantwortlich?

Die Stadt Augsburg muss die gesetzliche Pflicht zur Verkehrssicherung erfüllen. Das Tiefbauamt beauftragt und bezahlt deshalb den AWS, allerdings nur im rechtlich notwendigen Rahmen. Der AWS übernimmt freiwillig auf eigene Rechnung darüber hinaus gehende Leistungen. Herr Schaal spricht von „deutlich mehr“.

Worin besteht die gesetzliche Pflicht und was wird tatsächlich gemacht?

Das war schwer zu verstehen. Ich versuche es, auch wenn es lückenhaft wird:

  • Für Fahrradspuren auf der Fahrbahn ist die Stadt verantwortlich. Herr Schaal sagt dazu: Schwierigkeiten gäbe es mit Schnee, der von der PKW-Fahrbahn dorthin geschoben wird.
  • Zusätzlich sind in städtischer Verantwortung: besonders verkehrswichtige und gefährlichen Stellen (Steigungen/Brücken).
  • Gemeinsam genutzte Geh- und Radwege (auf dem Bürgersteig) unterliegen nicht der städtischen Pflicht. Die Grundstückseigentümer müssen dort räumen und streuen.
  • Für Radwege auf dem Bürgersteig, aber getrennt neben dem Fußweg, bin ich mir nicht sicher. Ich glaube, dort muss rechtlich nur der Fußweg geräumt werden.

Eine Erkenntnis der Diskussion war: eine brauchbare Gesamtübersicht über den städtischen Winterdienst auf Radwegen gibt es nicht. Jeder der 20 Kleinräumfahrzeugfahrer hat zwar einen Einsatzplan, aber für eine Gesamtschau ist der viel zu detailliert.

Die zeitliche Abstimmung zwischen Großräumfahrzeugen (Straße) und Kleinräumfahrzeugen (Bürgersteig) ist schwierig, so dass geräumte Fuß- und Radwege durchaus versehentlich wieder zugeschoben werden können.

Was beauftragt das Tiefbauamt konkret, gibt es eine Leistungsbeschreibung?

Es gibt keine Leistungsbeschreibung im Detail, also nicht für eine bestimmte Qualität der Ausführung. Ich habe es so verstanden, dass die Erfüllung der gesetzlichen Pflicht beauftragt ist, aber keine weiteren Details dazu vertraglich definiert sind.

Herr Schaal möchte, dass die Leistungen des Winterdienstes künftig genauer definiert und damit messbarer werden.

Wie hat sich die Leistung in den letzten Jahren verändert?

In 2009 gab es eine Anregung des ADFC, mehr in den Winterdienst zu investieren. Damals war jedoch kein zusätzliches Geld verfügbar. Seitdem wurde die Leistung sogar eher eingeschränkt, wie das auch andere Städte getan haben (Ich nehme an, wegen Sparzwang).

Welche Rolle spielt der Radverkehrsbeauftragte Herr Hertha?

Herr Hertha hat erklärt, dass die Stadt das ganzjährige Fahrradfahren als Ziel definiert hat. Er betreut die städtischen Programme: die Aktion „Fahrradfreundliche Kommune“ und die Aktion „Fahrradstadt 2020“:

  • Bei der „Fahrradfreundlichen Kommune“ gehört es zu den Aufnahmekriterien, nach vier Jahren (also 2016) einen Winterdienstplan aufgestellt zu haben. Laut Herrn Schaal ist das mit dem bestehenden Plan bereits erfüllt.
  • Im Rahmen der „Fahrradstadt 2020“ sollen die Schwerpunkte identifiziert werden, an denen eine Verbesserung am dringendsten nötig ist. Das erfolgt über die aktuell laufende Fragebogenaktion und die kommenden Bürgerworkshops.
  • Herr Schaal bezeichnet das als wesentliche Voraussetzung für Verbesserungen, da bei diffuser Kritik geeignete Maßnahmen nicht identifizier- und umsetzbar sind.

Welche Rolle spielt der ADFC?

Janos Korda ist verkehrspolitischer Sprecher und Vorstand des ADFC Augsburg. Er selbst hat als erfahrener Fahrradfahrer auf seiner Hauptroute wenig Probleme mit Schnee und Eis auf Radwegen. Bei Bedarf weicht er auf den besser geräumten Fußweg aus, auch wenn das eigentlich nicht zulässig ist, oder auf die Straße. Er schlägt vor, die „Beschwerden“ über den schlechten Winterdienst kritisch auf ihre Berechtigungen zu überprüfen. So schlecht stehe Augsburg nicht da. Wenn alle Routen so gut wie aus Göggingen wären, gäbe es wenig zu bemängeln. Allerdings hat er Klagen aus anderen Stadtteilen gehört. Er vermutet örtliche Unterschiede.

Er trug zwei Vorschläge bei:

  • Es gibt Nebenrouten, die den Hauptverbindungen bevorzugt werden. Die Winterdienst-Aktivitäten könnten entsprechend verlagert werden.
  • Bei bereits mit Streukieseln belegten Radwegen könne das Nachstreuen unterlassen werden, sofern es sich nicht um erneuten Schneefall handelt, sondern um überfrierende Nässe und Eis.

Was konnte ich beitragen?

  • Ich habe ein Ärgernis aus meiner Erfahrung geschildert: Schneehaufen vor und auf Auffahrten zu Radwegen.
  • Ich habe auf Fahrradfahrer*innen hingewiesen, die nicht so sicher und erfahren sind. Auf diese gilt es zu achten, wenn der Radverkehrsanteil gesteigert werden soll (Kinder, ältere Menschen, Familien, Personen ohne Autoführerschein usw.)
  • Ich habe vorgeschlagen, Stellen zu suchen, bei denen mit wenig Aufwand viel spürbare Verbesserung erzielt werden kann.
  • Ich habe meine Eindrücke der Diskussion geschildert: um einen Quantensprung in der Qualität des Winterdienstes zu erzielen, reichen keine Veränderungen im bestehenden Rahmen. Eine politische Entscheidung mit deutlicher Budgeterhöhung ist notwendig.
  • Ich habe darauf hingewiesen, dass Fahrradfahrer*innen die Qualität des Winterdienstes gerne mit  Fahrradstädten wie Kopenhagen vergleichen und deshalb eine hohe Erwartungshaltung haben, die mit der Sichtwiese der Stadt (Vergleich mit Nürnberg, Würzburg, Ingolstadt) nicht zusammenpasst. Herr Schaal schlug deshalb Aufklärungsarbeit vor. Er möchte darstellen, was Augsburg tatsächlich leistet und ist der Meinung, dass nicht alles wahrgenommen wird.
  • Es gab eine Diskussion über Brücken, z.B. die Gögginger Brücke, auf der die Schneehaufen weggeschaufelt werden müssten, um ALLE Fahrbahn- und Fußwegbereiche schneefrei zu halten. Irgendwo muss der Schnee ja hin. Dafür gab es noch keine Lösungsidee (außer von Herrn Korda/ADFC, den Schnee auf dem Radweg zu belassen und regelwidrig den Fußweg zu benutzen).

Was ist das Ergebnis des Gesprächs, wie sind die Pläne für die Zukunft?

Es gibt derzeit keinen Übersichtsplan für die Öffentlichkeit, welche Streckenabschnitte in welcher Form geräumt werden. Dieser ist aber für die kommenden Workshops mit den Augsburgern als Diskussionsgrundlage nötig. Ein spezieller Radwegeplan ist nur analog vorhanden. Digital soll er nun erstellt werden. Entweder zu den Workshops oder danach. In den Workshops würde dann zunächst die analoge Version verwendet und die Ergebnisse digital verarbeitet werden.

Erstellung digitale Karte:

  • Die AWS hat ein geeignetes Softwaretool (Athos), aber keinen verfügbaren Mitarbeiter für diese Zusatzaufgabe.
  • Das Tiefbauamt hätte Zeit, aber keine Software.
  • Es gibt für Bayern das Geoinformationssystem GIS und eine Praktikantin beim GIS-Anbieter, die eine Karte erstellen kann. Diese Karte kann aber nicht nachträglich verändert werden. http://www.gis-leitfaden.de/

Nun wird geprüft, ob der digitale Plan speziell beauftragt werden kann, anstatt nur bestehende Ressourcen zu nutzen. Kostenschätzung: 5.000 bis 10.000 Euro.

Die Zukunft, ich gebe eine Prognose ab:

  • es wird 2014 einen geeigneten Plan der meistgenutzten Fahrrad-Strecken inkl. Winterdienstdetails geben, entweder analog oder digital (ist letztlich nur eine Komfortfrage).
  • Anhand dieses Plans und der Workshop-Ergebnisse wird eine Optimierung erfolgen, die Verbesserungen erlebbar macht (beginnend im nächsten Winter 2014/2015, in kleinen Schritten).
  • Um das Ziel Fahrradstadt 2020 zu erreichen, wird die gesetzliche Pflichterfüllung allein nicht ausreichen. Deshalb wird es eine politische Entscheidung zur Aufstockung der Mittel geben (frühestens zum Winter 2015/2016).

Mein Gesamteindruck:

Es gibt eine spürbare Lücke zwischen den Sachverhalten und Ansichten der städtischen Akteure und den Wünschen und Erwartungen der Fahrradfahrer*innen (die ich kenne). Jede Sichtwiese hat dabei ihre Berechtigung. Das Projekt „Fahrradstadt 2020“ bringt die beteiligten Menschen zusammen und sorgt für Verständnis der Positionen und Identifizierung der Knackpunkte. Es sorgt für einen Schwung, der spürbare Veränderungen möglich macht, die es ohne das Projekt nicht geben würde.

Die Gesprächsatmosphäre war angenehm und konstruktiv, allerdings sind die Mitarbeiter der beteiligten Ämter in ihren Rollen und Positionen gefangen. Erst eine politische Entscheidung für eine neue Herangehens- und Sichtweise kann den Gedanken der reinen Pflichterfüllung hin zu einem bewussten städtischen Service bewirken.  Die Mitarbeiter des AWS lassen diesen Willen durchaus erkennen, ihre Möglichkeiten sind jedoch (noch) begrenzt.

Enttäuscht war ich vom Vertreter des ADFC, der sich selbst als Maßstab nimmt und ohne Not auf Verbesserungspotential verzichtet. Ich bin selbst ADFC-Mitglied und fühle mich nicht gut vertreten.

Ich fand meine Einladung und die daraus entstehende Transparenz mutig. Bürgerbeteiligung ist wichtig! Ich muss dazu kein Fachexperte sein. Es reicht, die täglichen Erlebnisse anschaulich und nachvollziehbar zu schildern.

Meine abschließenden Worte:

Gut ist es dann, wenn es von den Menschen als gut erlebt wird. Im Winter auf dem Fahrrad, mit kalten Wangen durch die frostige Luft radelnd. Glücklich dank der langen Unterhosen und der besonderen winterlichen Atmosphäre, die im Auto so nicht spürbar ist.

Stefan (Bikekitchen Augsburg)

P.S. Herr Schaal bittet darum, den AWS und seine Mitarbeiter nicht persönlich anzugreifen, wenn es Beschwerden zum Winterdienst gibt.

Und nochmal der Link zum vielleicht besser lesbaren PDF: Erlebnisbericht.

Video- und Fotoshow im Asylbewerberheim


Unsere Freunde Susanne und Holger haben Filme und Fotos vom Augsburger Fahrradcamp und anderen Fahrrad-Aktionen in der Gemeinschaftsunterkunft Calmbergstraße gezeigt. Der Nachmittag war auch als weihnachtliches Fest organisiert, sogar der Nikolaus war da. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Forum Flucht und Asyl und im Rahmen der Lokalen Agenda 21 statt.

Wir waren auch dabei und haben neue Kontakte mit Flüchtlingen geknüpft. Einige kennen wir schon als Stammgäste in der Bikekitchen. Die Feier war eine gute Gelegenheit, die Lebensumstände der Asylbewerber besser kennenzulernen. Die Unterkunft ist die schlimmste in Augsburg, was den Zustand der Räume angeht. Es ist bemerkenswert, dass die Flüchtlinge das aushalten. Sie haben keine Wahl.

Mehr Infos: http://volldabei.org/wer-klopft-denn-da/

Hier ein paar Fotos von dem schönen Nachmittag:

Tallbike-Workshop mit der Bikekitchen München


workshop tallbike (6)

Stefan (BK Augsburg) und Patrick (BK München)

Am Wochenende waren Patrick, Mario und Felix von der Bikekitchen München bei uns, um ein Tallbike zu bauen. Sven und Stefan von der BK Augsburg haben dabei geholfen.

Dank der vielen Manpower haben wir den Rahmen bereits am Samstag fertig bekommen. Wir haben uns viel Zeit genommen mit der Auswahl und Vorbereitung der Rahmen. Eine falsche Basis rächt sich später mit viel Nacharbeit und Problemen. Die Konstruktion ist durchdacht: statt einer einfachen Rohverbindung der oberen und unteren Gabel haben sich die drei für eine einzelne Gabel mit verlängertem Gabelrohr entschieden. Das obere und das untere Steuerrohr werden ebenfalls zu einer Einheit verbunden. Damit kann die Gabel jederzeit entfernt werden und die Lager sind zugänglich.

Am Sonntag hat Patrick dann die Technik soweit ergänzt, dass eine Probefahrt möglich war. Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Fahrverhalten, auch wenn eine Hose dabei drauf gegangen ist. Und schön geworden ist das Tallbike außerdem. Wir sind schon gespannt auf die Komplettierung des Freakbikes. Es soll einen Rennradlenker bekommen. Eine gute Idee, das sieht zusammen mit dem kleineren (26 Zoll-)Vorderrad bestimmt klasse aus.

Leo, Tobi, Philipp und Kevin


hyperwerk meets bikekitchen

Leo, Tobi, Philipp und Kevin aus Basel haben uns besucht. Drei von ihnen sind Studenten an der Kunsthochschule in Basel. Die Uni heißt Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Gestaltung und Kunst, mit dem Institute HyperWerk for Postindustrial Design.

Der Plan der Basler ist es, eine offene Werkstatt in Basel zu gründen. Nun wollen sie erst noch einige Informationen sammeln von vergleichbaren Projekten. Sie haben zwei Schweizer Projekte besucht, dann in München das Haus der Eigenarbeit und die Werkbox3. Danach sind sie am Freitag abend bei uns eingetroffen. Entdeckt haben sie uns, weil wir Mitglied im Verbund offener Werkstätten sind.

Wir haben ihnen die Bikekitchen gezeigt und erklärt, wie sie funktioniert. Sie haben unsere Freak-und Tallbikes ausprobiert. Wir haben von ihnen viel über die Schweiz und über ihr Studium erfahren. Ein toller Erfahrungsaustausch. Nachts waren ein paar von uns noch zusammen unterwegs, am Samstag vormittag haben wir alle zusammen gefrühstückt.

Nur Bilder haben wir nicht gemacht, deshalb müssen die LEGO Playmobil-Figuren ran.